Baserow, eine Open-Source-No-Code-Datenbank-Plattform, hat sein bislang größtes Update veröffentlicht: Baserow 2.0 integriert künstliche Intelligenz und Workflow-Automatisierung.
Das Release soll europäischen Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Daten und KI-Funktionen verschaffen. Es schließt eine Lücke in einem Markt, der von US-Softwareanbietern dominiert wird, und bietet eine stärker lokalisierte und datenschutzorientierte Alternative.
Die Aktualisierung markiert einen Schritt hin dazu, Unternehmen mit leistungsfähigen, gleichzeitig zugänglichen und sicheren Werkzeugen auszustatten.
Datenbanken per natürlicher Sprache erstellen
Die neue Version führt Kuma ein, einen KI-Assistenten für Interaktionen in natürlicher Sprache. Nutzer können mit Kuma Datenbanken anlegen, Formeln schreiben und Automatisierungen erstellen – alles per dialogbasierter Eingabe.
Dieser von dem Unternehmen als „vibe no coding approach“ bezeichnete Ansatz ermöglicht es auch nicht-technischen Anwendern, die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz zu nutzen, ohne tiefgehende Programmierkenntnisse.
Der KI-Assistent übernimmt dabei die Interaktion in natürlicher Sprache und fängt den dialogischen „Vibe“ ein, während Anwender die Ergebnisse ohne technisches Fachwissen prüfen und verfeinern können.
Baserow betont, dass selbst gehostete Installationen es den Nutzern erlauben, ihren bevorzugten KI-Anbieter auszuwählen und damit die volle Kontrolle über Daten und Privatsphäre zu behalten.
No-Code-Workflow-Automatisierung
Workflow-Automatisierungen sind ein weiteres Kernfeature von Baserow 2.0. Damit lassen sich No-Code-Workflows erstellen, die auf Datenänderungen reagieren und durch das Verknüpfen von Triggern und Aktionen Abläufe automatisieren.
Diese Automatisierungen können mit Machine-Learning-Aktionen wie Zusammenfassungen oder Content-Generierung kombiniert werden und schaffen so intelligente Agents innerhalb der Plattform.
Mitgründer und CRO Olivier Maes betont, dass der europäische Standort der Plattform und die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sie von vielen US-amerikanischen SaaS-Angeboten unterscheidet, insbesondere in sicherheitssensiblen Branchen wie Verteidigung und öffentlicher Verwaltung.
Neben KI und Automatisierungen bringt das Update auch Datumsabhängigkeiten zur Synchronisierung von Aufgabenplänen, eine Workspace-weite Suche für bessere Datenermittlung und erweiterte Sicherheitsfunktionen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Der Open-Source-Charakter der Plattform bleibt ein zentrales Prinzip: Nutzer können Baserow On-Premises oder in privaten Cloud-Umgebungen betreiben und so ihre volle Datensouveränität wahren.
CEO und Gründer Bram Wiepjes erklärte, der Wechsel zu Amazon Web Services (AWS) sei durch den Bedarf an robuster Skalierbarkeit und Managed Services motiviert, um die wachsende Plattform zu unterstützen.

